5 Tipps für dein Pferdefotoshooting

5 Tipps für dein Pferdefotoshooting

Dein Traumfotoshooting steht bevor, aber du bist noch unsicher, wie du dich am besten auf das bevorstehende Ereignis vorbereiten kannst und was du alles vor dem Fotoshooting bedenken solltest. Lies dir diesen Beitrag durch, dann bist du super vorbereitet.

Diese 5 Tipps führen zu einem entspannten und lustigen Pferdeshooting mit dir und deinem Liebling.

1. Fotoshootinglocation suchen

Bei Pferdefotoshootings komme ich normalerweise in deinen Stall. Meistens sehe ich den Stall zum ersten Mal und muss mich natürlich vor dem Fotoshooting umsehen. Deshalb werde ich immer mindestens eine halbe Stunde vor Shootinganfang im Stall sein.

Aber um ein perfektes Ergebnis zu erzielen, wäre es sehr toll, wenn du dich auch nach einer Super-Location für euer Fotoshooting umsehen würdest. Bei eurem nächsten Ausritt reite einfach mit offenen Augen eine Runde um den Stall. Die perfekte Location ist abwechslungsreich, hat keine störenden Gegenstände oder Gebäude im Hintergrund und ist deinem Pferd zumindest ein bisschen bekannt.

Natürlich kann die Location auch neu für dein Pferd sein. In dieser Situation rate ich dir dazu, vor dem Fotoshooting diese Location öfters mit deinem Pferd zu besuchen, damit sich dein vierbeiniger Liebling am Shooting-Tag wohlfühlt und nicht gestresst ist. So können die besten Fotos von dir und deinem Pferd entstehen.

Tolle Fotolocations sind zum Beispiel:

  • eine Koppel oder große Wiese mit etwas höherem Gras
  • ein kleiner Waldweg oder ein kleines Stück Wald
  • ein kleiner See oder Fluss mit Möglichkeit für euch ins Wasser zu gehen (wenn dein Pferd gerne baden geht)
  • eine Blumenwiese mit einer Bank zum Sitzen oder einem Holzstoß
  • ein abgelegener Strand (aber das ist in Österreich leider nicht möglich)

Klassiker, die aber nur in Absprache mit einem Bauern möglich sind:

  • ein Mohn- oder Kornblumenfeld
  • ein Stoppelfeld
  • ein Rapsfeld in voller Blüte

Es kann auch hilfreich sein, wenn die Location etwas abgelegen ist, denn ein abgelenktes Pferd sieht immer in die falsche Richtung. Dies ist kein Muss, kann sich aber positiv auf die Fotos auswirken. 

Sei bitte nicht entmutigt, falls du nichts “Passendes” findest. Manchmal ist genau das spannend und wir entdecken gemeinsam neue Orte rund um deinen Stall.

Traumfotoshooting nicht im Stall?

Falls du nicht in deinem Reitstall das Fotoshooting abhalten willst, ist das natürlich auch möglich. In dieser Situation sollte mindestens einer von uns beiden die Location gut kennen. Warst du schon einmal mit deinem Pferd dort? Ist es erlaubt dort Pferdefotoshootings abzuhalten? Hast du Fotos von dieser Location? Das hilft mir sehr dabei zu evaluieren, ob dieser Ort für dein Traumfotoshooting geeignet ist.

2. Verschiedene Outfits mitnehmen

Nur die Location alleine macht nicht das perfekte Foto aus. Auch das Outfit ist ein wichtiger Teil von einem ansprechenden Bild. Um hier bestens aufgestellt zu sein, nimm bitte mehr als ein Gewand mit. Am besten sind drei verschiedene Optionen:  ein legeres Alltags-Outfit mit Jeans und T-Shirt, ein etwas schöneres Top und eventuell ein schönes Kleid. So habt ihr bei den Fotos das Gefühl, es wurden mehrere Fotoshootings an dem selben Tag gemacht.

Partnerlook für dich und dein Pferd

Sehr toll sieht es natürlich auf den Fotos aus, wenn du und dein Pferd im Partnerlook oder zumindest ein bisschen aufeinander abgestimmt seid. Also kannst du am Fototag auch für dein Pferd mehrere Outfits mitnehmen. Natürlich alle frisch gewaschen und ohne Flecken. Das klingt zwar selbstverständlich, aber ich habe schon oft Dreckflecken wegretuschiert. Diese Arbeit kannst du mir ersparen, dafür können wir gemeinsam mehr Zeit am Fotoshooting-Tag verbringen.

Dramatische Ballkleidfotos gefällig?

Jeder kennt die romantischen Hochzeitskleid-Fotos mit Blumen im Haar. Wenn du möchtest, kannst du natürlich auch ein Ballkleid oder etwas Ähnliches mitnehmen. Damit können super dramatische und romantische Fotos entstehen. Obwohl nicht meine Spezialität, mache ich solche Fotos auch manchmal sehr gerne. Bitte gib mir vorher Bescheid, denn ich muss mich auch ein bisschen darauf einstellen. Auch die richtige Tageszeit ist in dieser Situation sehr wichtig und muss bei der Terminvereinbarung bedacht werden.

3. Spaß am Fotoshooting haben

Die innere Ruhe zu behalten, wenn dein Pferd sich nur im Kreis dreht und nicht stehen bleibt, ist wahnsinnig schwierig! Das ist mir sehr bewusst, aber auch in dieser Situation solltest du Ruhe bewahren und eher darüber lachen. Probier es mal mit Gemütlichkeit, mit Ruhe und Gelassenheit. Ich drücke im richtigen Moment ab und es werden viele schöne Bilder in der Auswahl für dich sein, auch wenn es sich gerade nicht so anfühlt. Das kann ich dir versichern!

Mehr Motivation mit Locationwechsel

Die besten Chancen auf harmonische Fotos habt ihr, wenn wir mit Gelassenheit weiter Fotos machen und einfach Spaß haben. Oft hilft es auch die Location zu wechseln oder eine andere Aktivität zu wählen. Vielleicht fühlt sich dein Pferd an diesem Platz nicht wohl. Dann sollten wir es deinem Liebling einfacher machen und etwas Neues ausprobieren. Kurz dein Pferd grasen oder auf der Koppel frei laufen lassen, ist oft hilfreich um deinem Pferd die Arbeit einfacher zu machen.

4. Super-Leckerlis und einen Helfer dabei haben

Kann dein Pferd Kunststücke, die auf Fotos gut aussehen, wie zum Beispiel ‚Steigen‘, ‚Liegen‘ oder ‚Spanischer Schritt‘? Dann sind tolle Leckerlis ein absolutes Muss. Auch um die Konzentration zu stärken und weitere Motivation bei deinem Pferd zu erzeugen, können Leckerlis sehr hilfreich sein.

Welche Vorteile bietet ein Fotoshooting-Helfer?

Gerade bei Pferdefotoshootings ist ein Helfer ungemein wichtig. Oft findet sich jemand im Stall, der dich unterstützen kann oder dein Partner hat Zeit, um dir zu helfen. Warum sind zusätzliche Hände so hilfreich? Um dein Pferd auf den Fotos schön dreinschauen zu lassen, verwende ich mehrere Tricks. Leider ist es mir nicht möglich gleichzeitig einen Spiegel zu halten und von einem anderen Punkt Fotos zu machen. Hier kommt der Helfer ins Spiel. Er kann Dinge halten, mit Schlüsseln rascheln oder dir das Pferd für einen Outfitwechsel abnehmen.

5. Sei offen und probiere verschiedene Posen aus

Oft fühlen sich die Posen erstmals komisch an und du fühlst dich vielleicht noch nicht ganz wohl. Dir muss aber nichts peinlich sein. Auf den Fotos sieht es sicher wundervoll aus. Probiere es aus und ich zeige dir auch zwischendurch die Fotos auf meiner Kamera, um dir ein bisschen Feedback zu geben. Du kannst mir natürlich sagen, was dir besonders gut gefällt oder ob dir die Fotos überhaupt nicht zusagen. Dadurch können wir sehr schnell festlegen, welche Posen wir noch einmal probieren und welche wir eher nicht ein zweites Mal fotografieren. 

Zeige mir Beispielbilder

Es ist auch sehr hilfreich sich vorher Beispielbilder von anderen Fotografen oder aus meinem Portfolio herauszusuchen. Zeig mir diese Bilder am besten vor oder während des Fotoshootings. So verstehe ichgenau was du dir vorstellst und wünschst. Ich kann auch diese Wünsche sofort ins Fotoshooting einarbeiten und im besten Fall alles erfüllen, was du dir vorstellst. 

Ich werde ehrlich sein und dich bestens beraten

Allerdings werde ich dir auch klipp und klar sagen, wenn etwas nicht so funktionieren kann. Zum Beispiel: Es ist leider nicht realistisch ein super romantisches Sonnenuntergangsfoto von dir und deinem Pferd im Ballkleid und mit Blumen zu machen, wenn wir einen Fototermin am frühen Nachmittag haben und weit und breit kein Sonnenuntergang, Ballkeid oder Blumen in Sicht sind. Solche Wünsche müssen im Vorfeld besprochen werden und dabei bedarf es ein bisschen mehr Vorbereitung.

Noch Fragen?

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Dann ruf mich gleich an oder schreibe mir eine Nachricht.

5 Tipps für ein Hundefotoshooting

5 Tipps für ein Hundefotoshooting

Du möchtest mit deinem Liebling ein professionelles Fotoshooting machen, weißt aber noch nicht genau, wie du dich darauf vorbereiten kannst und was beim Fotoshooting wichtig ist? Dann ist dieser Beitrag genau das Richtige für dich.

Ich gebe dir heute 5 Tipps für ein gelungenes Hundefotoshooting mit dir und deinem vierbeinigen Begleiter.

1. Fotoshootinglocation suchen

Du und dein Hund kennen die Gegend, wo du lebst, am besten. Da ich zu dir komme um Fotos von euch zu machen, könntest du dich ein paar Tage vor dem Fotoshooting auf die Suche nach geeigneten Locations begeben. Außerdem ist es hilfreich deinen Hund an diese Locations ein bisschen zu gewöhnen, damit er nicht allzu abgelenkt vom neuen Umfeld ist. 

Tolle Fotolocations sind zum Beispiel:

  • eine große Wiese mit etwas höherem Gras
  • ein kleiner Waldweg
  • ein kleiner See oder Fluss
  • eine Blumenwiese mit einer Möglichkeit zum Sitzen
  • ein Park in der Stadt
  • ein schönes Haus mit toller Fassade
  • eine Graffiti-Wand mit vielen bunten Mustern
  • ein abgelegener Strand (aber das ist in Österreich leider nicht möglich)

Eine Super-Location ist abwechslungsreich, hat keine störenden Gebäude im Hintergrund und ist ein bisschen abgelegen. Aber ganz wichtig ist: auch in einer nicht idealen Location kann man Traumfotos machen. Ein Wald oder eine Wiese können sich gut eignen, aber auch vor einem schönen Gebäude oder in der Stadt können wunderschöne Fotos entstehen. Sei nicht entmutigt, wenn du nichts “Passendes” findest. Manchmal ist genau das spannend und gemeinsam entdecken wir neue Orte rund um dein Zuhause.

Ich kenne auch einige Orte in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland. Fotografiert habe ich auch schon an sehr unterschiedlichen Plätzen. Gerne kannst du mich nach einer geeigneten Location fragen und wir treffen uns vor Ort.

2. Mehr als ein Outfit beim Fotoshooting

Nimm zum Fotoshooting bitte nicht nur ein Gewand für dich und deinen Hund mit, sondern lieber drei verschiedene Outfits. Ein legeres Alltags-Outfit mit Jeans und T-Shirt, ein etwas schöneres Top und eventuell ein schönes Kleid. Das kann zu vielen sehr unterschiedlichen Bildern führen, vor allem wenn die Location nicht besonders abwechslungsreich ist.

Drei Hundefotoshootings zum Preis von einem

Außerdem habt ihr bei den Fotos das Gefühl es wurden mehrere verschiedene Fotoshootings an dem Tag gemacht. Wenn du möchtest, kannst du natürlich auch ein Ballkleid oder etwas Ähnliches mitnehmen. Damit können super dramatische oder romantische Fotos entstehen.

3. Ruhe ausstrahlen und Spaß haben

Ruhe und Gelassenheit ist nicht immer einfach. Vor allem nicht, wenn der liebe Hund an dem wichtigen Fotoshooting-Tag nicht mitmachen will, keine Konzentration hat und schon gar nicht so dreinschaut, wie du es dir erhofft hast. Hier ist es besonders wichtig Ruhe zu bewahren und keine Stress aufkommen zu lassen. Es werden wundervolle Bilder in der Auswahl sein, auch wenn es sich gerade nicht so anfühlt! 

Locationwechsel für mehr Konzentration

Gute Chancen auf viele schöne Fotos habt ihr, wenn wir mit Gelassenheit weiter Fotos machen und einfach Spaß haben. Oft hilft es die Location zu wechseln oder eine andere Aktivität zu wählen. Vielleicht fühlt sich dein Hund an diesem Platz nicht wohl oder wird duch einen Reiz sehr stark abgelenkt. Dann sollten wir es ihm einfacher machen und etwas Neues ausprobieren. Kurz mit deinem Hund zu spielen, ist in den meisten Fällen auch sehr hilfreich.

4. Die besten Leckerlis mitnehmen

Ohne Überredungskunst werden die geübten Kunststücke nicht funktionieren. Also, nicht die besten Leckerlis zu Hause vergessen. Bitte nimm Leckerlis mit, die dein Hund extrem toll findet, wie zum Beispiel Schinken oder kleine Stückchen Käse. Das langweilige Trockenfutter lass bitte zu Hause.

Das Lieblingsspielzeug mitnehmen

Das beliebtestes Spielzeug von deinem Hund kann auch Wunder wirken. Nimm es auf alle Fälle mit. Auch als Belohnung kann das Spielzeug eingesetzt werden. Zwischen den einzelnen Fotos kannst du mit deinem Hund spielen und ihm so eine kleine Pause vom Fotoshootingstress gönnen. 

Im Vorfeld an der Location üben

Übe die Kunststücke und ein bisschen Grundgehorsam vor dem Fotoshooting mit deinem Hund an der Location, damit dein Hund schon weiß, dass an diesem Ort auch Arbeit und Konzentration verlangt werden kann. Auch in Ruhe einmal dort spazieren gehen ist eine gute Vorbereitung. Gewöhnt sich dein Hund an vorhandenen die Gerüche und die neue Gegend.

5. Probiere verschiedene Posen aus

Ja, es fühlt sich komisch an, aber vieles sieht auf den Fotos wundervoll aus. Dir braucht nichts peinlich zu sein. Mir ist bei meinen Fotoshootings eine entspannte Atmosphäre sehr wichtig. Du und dein Hund sollt euch beim Fotoshooting so fühlen, als wäre ich eure beste Freundin. Unter Freundinnen ist bekanntlich nichts peinlich und alles erlaubt.

Beispielbilder vorbereiten

Es ist sehr hilfreich sich vorher Beispielbilder von anderen Fotografen oder aus meinem Portfolio herauszusuchen. Zeig mir diese Bilder am besten vor oder während des Fotoshootings, dann verstehe ich genau was du dir wünschst. Ich kann auch diese Wünsche sofort ins Fotoshooting einarbeiten und im besten Fall alles erfüllen, was du dir vorstellst. 

Ehrlichkeit ist besser als falsche Erwartungen

Allerdings werde ich dir auch klipp und klar sagen, wenn etwas nicht so funktionieren kann. Zum Beispiel: Es ist leider nicht realistisch ein super romantisches Sonnenuntergangsfoto von dir und deinem Hund zu machen, wenn wir einen Fototermin am frühen Nachmittag haben. Da ist leider noch kein Sonnenuntergang in Sicht.

Noch Fragen?

Du hast jetzt genügend Selbstvertrauen bekommen und möchtest sofort dein Traumfotoshooting buchen oder du hast noch weitere Fragen:

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Meine Reitschulgeschichte

Meine Reitschulgeschichte

Ich denke immer wieder über meine Reitgeschichte nach. Wie ich angefangen hab, über meinen manchmal sehr steinigen Weg und auch daran wo ich jetzt bin.

Ich habe eigentlich durch eigenen Antrieb angefangen und auch immer zu allem pferdigen stehen müssen, weil in meiner Familie nicht viele etwas mit Tieren generell was zu tun haben. Meine ersten Stunden habe ich in einem Stall im Nachbarort gehabt. Nach nur wenigen Stunden wurde ich dann in die Bahn entlassen. Damals wusste ich nichts. Wie halte ich mein Pferd an? Was muss ich machen damit es trabt? Wie lenke ich? (Manchmal denke ich mir sogar das ich nichtmal wusste wo vorne und wo hinten ist) Da die Reitlehrerin und der Betrieb eindeutig nichts für mich war (das wusste ich schon mit 7 Jahren) habe ich mit der Unterstützung meines Vaters nach einem neuen Reitstall gesucht.

Dann war ich bei einer Reitlehrerin gelandet, die eigentlich sehr qualitativen Unterricht gemacht hat. Das war auch sehr lange eine sehr gute Möglichkeit weiter zulernen.  Ich bin aber nach einiger Zeit mit ihrer Art aber überhaupt nicht mehr zurechgekommen. An einem Tag war man die beste Schülerin die sie je gehabt hat und am nächsten hat man von gar nichts mehr eine Ahnung gehabt und sogar das Pferd falsch geputzt. (das Kakeflecken auf einem Schecken nicht immer gut rausgehen ist ihr aber esgal gewesen) Irgendwann war ich an einem Punkt angelangt wo ich mich nicht mehr gefreut habe auf die Reitstunden und ich ging wieder auf Stallsuche.

Gefunden habe ich einen Stall in dem Abteilungsreiten angeboten wurde. Nicht ideal, ganz klar, aber viel besser als nix. Die Atmosphäre war sehr nett und ich habe mich wieder gefreut in den Stall zu kommen. Die Reitlehrerin war robust aber sehr ehrlich und ihr waren die Pferde wichtig. Dort habe ich auch meinen Reiterpass gemacht. Leider habe ich nach ein paar Jahren bemerkt das viele Mädchen, die ungefähr gleichzeitig mit mir angefangen haben eigene Pferde bekamen und ich nicht. Wieder musste ich bemerken, dass ich nichts mehr lernen konnte beim Abteilungsreiten und ich habe beschlossen eine Pause einzulegen.

 

Maggy Strandreiten Grömitz Lensterstrand 1

Ich hab vor kurzem erst erfahren das sie den Betrieb aufgeben. Sehr schade eigentlich, weil ich finde das so ein Betrieb gar nicht so schlecht ist um mit dem Reiten anzufangen. Natürlich ist bei jedem Betrieb immer Platz für Verbesserungen, aber alles in allem war es eine sehr tolle Stallatmosphäre und das ist oftmals entscheidend.

Ein paar Monate später habe ich gemerkt, dass ich eindeutig nicht ohne Pferde kann und eine Anzeige aufgegeben (auf ich-hab-ein-pferd.com) für ein Pflegepferd. Ich habe in meiner Anzeige geschrieben das ich höchstens ein Jahr das Mitreitpferd haben kann, weil ich danach auf meine Reise fahre. Noch dazu gekommen ist das ich auch keine Führerschein geschweige den ein Auto hatte. Also musste das nette Pferdchen in Rad-Nähe sein. Eigentlich habe ich gedacht, dass das Viele abhalten wird mir zu schreiben. Ganz erstaunt war ich dann wie sich einfach an einem Tag fünf Leute gemeldet haben. Ich habe mich dann sogar entscheiden können und ich habe mich für Amigo entschieden. Eine wunderbare Entscheidung. Mehr Infos zu Amigo im Beitrag „Amigo“

Mich würde interessieren wie euer Weg ausgesehen hat bis jetzt! Wie seit ihr überhaupt zum Reitsport gekommen? Habt ihr in einer Reitschule angefangen oder durch Eltern oder Verwante? Seit ihr zufrieden mit eurer Ausbildung gewesen? Wie habt ihr vl zu Privatpferden gewechselt oder euer erstes eigenes Pferd bekommen?

Reitstunden auf Englisch? Das kann ich!

Reitstunden auf Englisch? Das kann ich!

Dies ist die Geschichte wie ich zu meiner ersten Reitschülerin gekommen bin. An einem schönen Tag ist eine italienische Familie an den Hof gekommen und hat auf Englisch nach Reitstunden gefragt. Die Einzige die Englisch und noch dazu Reitenglisch konnte war ich. Ich durfte eine Probestunde unter den Augen meiner Meisterin machen und ich war anscheinden gut und meiner Reitschülerin hat es gefallen. Sie ist mit einem Grinser von Schneewittchen abgestiegen und hat sofort nach einer weiteren Reitstunde verlangt.

Bei der nächsten Reitstunde habe ich mich schon etwas wohler gefühlt. Ich konnte ihr verschiedene Sachen beibringen und habe auch langsam versucht mehr und mehr Deutsch mit ihr zu reden, damit sie nach einiger Zeit zu einer anderen Reitlehrerin wechseln könnte. Woche um Woche wurde meine Reitschülerin sicherer auf dem Pony und ist auch einige Runden frei galoppiert.

Immer wieder wurde ich überprüft und mir wurden Tipps zur Verbesserung meines Unterrichts gegeben. Diese Zeit habe ich sehr genossen, weil es war genau, dass war was ich immer machen wollte. Ich wollte Reitlehrerin werden und es macht mir auch dualer Unterricht sehr viel Spaß und ich finde, dass Kinder auch sehr gut davon profitieren können.

Den Wunsch mein Wissen rund um Pferde an Kinder weiterzugeben habe ich noch immer nur werde ich nicht über eine Pferdewirtlehre mir diesen Traum erfüllen, sondern ganz in Ruhe Trainerscheine machen und schauen was das Leben mir noch so bringt.

Stute und Fohlen in der Baugrube

Stute und Fohlen in der Baugrube

Die prägendste Situation meiner Lehre hat mit einer Katastrophe zu tun. Wie könnte es auch anders sein. Um zu den Koppeln zu kommen mussten wir entweder an der Straße entlang (ungefähr einen Kilometer) oder an einer Baustelle entlang (ungefähr 250 Meter). Es ist wohl einfach welchen Weg wir bevorzugten. Den kurzen, schnellen, aber wie sich herausstellen sollte gefährlichen Weg. Alle Pferde mussten diesen Weg entlang: egal ob Stuten mit Fohlen, Privatpferde oder halbwilde Ponys mit Dickschädel.

 Die Baugrube wuchs und unser Spalt zum gehen wurde immer kleiner und kleiner. An diesem Tag wurde ich mit einem Pfleger beauftragt die Stuten mit Fohlen am Fohlengurt zu den Feldern zu bringen. Mein Plan war die Stuten einzeln an diesem Spalt vorbeizubringen und einer hält sie oben und einer hält sie unten. Das habe ich versucht dem Pfleger klar zu machen aber er hat mich wohl nicht richtig verstanden. Ich bin los mit der einen Stute um sie unten aus der Hand zu geben und mir dann die Nächste zu holen.

 Ich war auf dem halben Weg und habe im Augenwinkel nur gesehen, dass sich der Pfleger oben bewegt. Ich hab versucht mich umzudrehen und ihm zu gestikulieren und zuzurufen das er stehen bleiben soll aber da war es auch schon zu spät und ich habe gesehen wie das Fohlen Queen den Halt am Abhang verloren hat und rücklings in die Baugrube gefallen ist. Ihre Mutter die Fuchsstute Anni wurde durch den Zug am Fohlengurt auch so nah an die kante gezogen das sie rückwärts auf ihre Tochter geflogen ist. So lagen sie nun da, die Tochter unter der Mama, beide mit panischen Ausdrücken im Gesicht.

 Von da ging alles sehr schnell. ich habe mit einem Bauarbeiter die Stuten in die Boxen zurückgebracht und bin losgelaufen um meine Chefs zu holen. Meine Chefin schon am Telefon angefangen zu brüllen warum wir überhaupt an diesem schmalen Pfad Pferde vorbeiführen wollten. Währenddessen wurde mit dem Kran, der Gott sei dank wegen des Hausbaues da war, angefangen zu versuchen die Stute anzuheben, damit wir vielleicht das Fohlen unter ihr befreien konnten. Die ganze Zeit über haben wir uns gedacht das der verständigte Tierarzt die Stute und Fohlen in der Baugrube einschläfern müsste, damit wir sie dann tot aus der Grube bekommen könnten.

 Zieh und Hochhebversuche der Stuten haben dazu geführt, dass sie nicht mehr gut atmen konnte, aus ihr kam nur noch ein Röcheln, aber wir haben das Fohlen rausziehen und mit dem Kran aus der Baugrube heben können. Auf festem Boden angekommen hat sich das Fohlen nicht bewegen können. Die Beine waren ganz steif und wir dachten sie hat eine Wirbelsäulenverletzung. In der Grube war nun noch Anni und wieherte panisch, weil sie ihr Fohlen nicht mehr sehen konnte und wehrlos auf dem Rücken gelegen hat.

 Auch mit Hilfe des Krans konnte schließlich Anni aus der Baugrube an ihren Fesseln gehoben werden. Sie ist auf ihrem Rücken abgesetzt worden und hat einen Moment gebraucht um sich bewegen zu können. Nachdem sie ihr Fohlen wiehern gehört hat ist sie aufgesprungen als wäre nie etwas gewesen und ist zu ihrem Fohlen geeilt. Queen ist währenddessen auch auf die Beine gekommen und hat gleich mal versucht bei der Mama zu trinken.

 Die Tierärztin ist gekommen und hat verschiedene Röntgenaufnahmen angefertigt. Mehr als Kratzer, Prellungen und Verstauchungen konnte sie bei der Stute nicht feststellen. Bei dem Fohlen hat sie eine kleine Blutung oder etwas ähnliches im Kopfbereich feststellen können. Das haben wir beobachtet über die nächsten Tage und bemerkt das aus einem etwas damischen Fohlen schnell wieder die kecke Queen wurde. Alles in allem müssen alle Schutzengel zu uns geschaut und uns geholfen haben, weil so viel mehr passieren hätte können.

 Nachdem alle Unglückshasen versorgt worden waren, ging das Fingerzeigen auf den Schuldigen los. Ich war aus irgendeinem Grund schnell aus dem Schneider. Die Bauarbeiten meinten das der Pfleger alle Schuld hat, weil er ja meine Anweisungen nicht befolgen konnte. Meine Chefin hat schnell die Bauarbeiter dafür verantwortlich gemacht, weil sie keinen Bauzaun aufgestellt hatten und somit nicht die Grube abgesichert haben, wodurch dieser Unfall erst zustande kommen konnte. Alles in Allem war es eine mehr als ungünstige Situation und eines hat zum anderen geführt. Das ist aber nur meine bescheidene Meinung.