Vom Tierheim-Hund zum Rettungshund – Fynn’s Weg in ein neues Leben – Teil 3

Vom Tierheim-Hund zum Rettungshund – Fynn’s Weg in ein neues Leben – Teil 3

Vorbereitung zur ersten Rettungshundeprüfung

Nach den zwei Unterordnungsprüfungen geht es jetzt mit viel Energie in der Rettungsarbeit weiter. Unser nächster Meilenstein ist die Rettungshundeprüfung Fläche V. Das ist quasi die Einsteiger oder Eignungsprüfung für Rettungshunde. 

Die Fläche V besteht aus zwei Teilen, einer Flächensuche und einer Unterordnungsprüfung. Bei dem Flächenteil muss Fynn eine Person in einem kleinen Waldgebiet finden und verbellen. Danach ist der Unterordnungsteil am Hundeplatz, welcher sehr ähnlich zur BGH1 ist.

Vom Tierheim-Hund zum Rettungshund - Fynn’s Weg in ein neues Leben

Flächenprüfung V – Eignungsprüfung für die Rettungshundebrigarde

Die Flächensuche als Grundlage der Prüfung

Angefangen mit der Flächensuche meisterte Fynn seine erste Rettungshundeprüfung mit Bravour. An unserer Unterordnung arbeiten wir noch, da an der Leine das Fuß gehen noch nicht wirklich funktioniert. Gereicht hat es aber locker für die Fläche V.

In der Flächensuche schickte ich Fynn am Anfang des Suchgebietes los und schon flitzte er durch das Gebiet. Als er hinter Bäumen verschwand wurde mich kurz bang, da ich mir momentan nicht sicher bin, ob er sucht oder jagen geht. Quittiert hat Fynn meine Unruhe mit dem ersten Beller und somit mit dem Anzeigen der Person. Ich konnte nicht einmal unsere Lenkbarkeit zeigen. Schon rannte ich zum Opfer und merkte schnell, dass Fynn auf dem Opfer steht. Das nennt man ‘Bedrängen’ und führt zu Punktabzug. Naja, kann man nix machen. 

Danach zeigten wir noch unsere Lenkbarkeit. Ich schickte Fynn am Weg los und nach ein paar Metern rief ich ihn zurück. Mit viel Energie schickte ich ihn ungebremst auf die andere Seite zum suchen. Das machte Fynn super toll und hat meine Hilfen sehr toll angenommen. So konnten wir uns noch ein paar Punkte sichern. Alles in allem schlossen wir die Fläche mit 95 von 100 Punkten ab.

Unterordnung zum Überprüfen des Grundgehorsams

Weiter ging es mit der Unterordnung am Hundeplatz. Neben dem ‘normalen Teil’ mit Leinenführigkeit und Freifolge gibt es bei einer Rettungshundeprüfung ein paar spezifische Geräte. Beim unangenehmen Material liegen ein paar unübliche Gegenstände, wie Paletten und Abdeckplanen, auf dem Boden und beide müssen drübergehen. Die Distanzkontrolle wird auf einem Tisch ausgeführt auf den der Hund hüpfen und dort Sitz, Platz und Steh ausführen muss.

Bei dieser Prüfung lief nicht alles wie am Schnürchen. Fynn stand leider in der Freiablage auf und kam zu mir. Das alleine ergab minus 10 Punkte. Auch in der Fußarbeit hatten wir ein paar Punktabzüge. Vom Platz gingen wir mit 88 von 100 Punkten in dem Unterorndungsteil der Prüfung. Dies bedeutete eine bestandene Prüfung für uns und sehr viel Freude versteht sich von selbst.

Unser Weg – wie geht es weiter bei den Rettungshunden?

Erste Landes- und Bundesübungen bei der ÖRHB

Auch eine Landes- und eine Bundeflächenübung machte ich im Jahr 2022 mit meinem Hund. Fynn war auf beiden Übungen super fleißig und wir haben viel Input für unser weiteres Training bekommen. Vor allem bei der Landesübung konnte ich von anderen Trainer tolle Tipps mitnehmen und ich freue mich bereits auf die nächste Landesübung.

Besonders interessant war es für mich Input von Trainern zu bekommen, die meinen Hund nicht kennen. Sie sind vollkommen uneingenommen und sehen nur den Hund in seiner aktuellen Tagesverfassung. Ich habe oft unseren schwierigen Start im Kopf und möchte Fynn manchmal in Watte packen. Andere Trainer haben da einen ganz klaren Blick. Sie sagten mir zum Beispiel: Mach das mit ihm, der kann das! Und schwupps, es klappte wunderbar. 

Langsam beginne ich vertrauen zu meinem Hund aufzubauen. Ich lerne ihm auch in neuen und ungewohnten Situationen zu vertrauen und mich auf ihn zu verlassen. Fynn weiß, was sein Job ist und macht diesen Job in vielen Situationen sehr gut. Da muss ich lernen ihn machen zu lassen und ihm nicht mehr zu viel zu helfen. Im Einsatz muss ich ihn später auch selbstständig arbeiten lassen und ihm im Ernstfall auch vertrauen!

Einsatzfähigkeit als Helfer & Hundeführer erhalten

Die nächste Schritte und Ziele sind bereits getan. Ich bin seit Juni als Helfer einsatzfähig. Dafür musste ich eine Basisschulung, die Landesübung und eine Einsatzübung ohne Hund machen. Diese Events waren spannend und ich konnte sehr viel mitnehmen.

Die Einsatzfähigkeit als Hundeführer, also Einsätze mit Hund zu bewältigen ist für uns das nächste große Ziel. Dafür möchte ich die Unterordnung priorisieren und die systematische Suche in der Fläche. Zusätzlich zeigen wir Fynn möglichst viele Trainingsgebiete, damit er in allen verschiedenen Situationen verlässlich arbeitet und sich zurechtfindet.

Die BGH 2 steht ebenfalls an, wahrscheinlich für diesen Herbst oder nächstes Frühjahr. Als Vorbereitung auf diese schwierige Prüfung möchte ich ein paar BGH 1 Prüfungen oder Turniere im Herbst nennen. Mal schauen, ob wir hier noch ein paar Punkte, Sicherheit und Routine sammeln können.

Was machen wir abseits der Rettungshunde?

Ich kann nicht jeden Tag eine Flächensuche mit Fynn machen, aber ausgelastet muss er natürlich trotzdem werden. Deshalb mache ich in meiner Freizeit viele andere Aktivitäten mit unserem Wuffi. Neben Spaziergängen, Ausflügen an Seen und Wanderungen mache ich täglich Apportiertraining und einmal in der Woche Rally Obedience. Weiter Beschäftigungsarten, wie Tricksen und ZOS, sind bei uns sporadisch im Programm oder dienen dazu Schlechtwettertage zu versüßen.

Rally Obedience – die lustige Unterordnung

Rally machen wir seit dieses Jahr in einem Kurs unseres Vereins und es ist einfach toll. Die Parcours sind viel diverser, schneller und immer unterschiedlich. Es gibt vier Leistungsklassen in denen jeweils neue Übungen dazukommen. So entstehen immer neue Trainingssituationen und Prüfungen. Genau dieses Tempo und die Unberechenbarkeit sind für Fynn toll. Er läuft immer mit viel Elan und Motivation. Mein Ziel in diesem Sport ist ein paar Turniere im Herbst zu nenne, wenn die Temperaturen etwas gesunken sind.

Dummytraining – sinnvolle Beschäftigung und Anti-Jagdtraining

Mit Dummys wurschtel ich schon lange herum. Vor ca. einem Jahr hat Fynn endlich kapiert, was ich von ihm möchte. Jetzt haben wir viel Spaß damit. Bei jedem Spaziergang habe ich irgendetwas zum apportieren und suchen mit. Klassische Apports, wie in der Dummy-Community üblich werden von kurzen Such- oder Impulsübungen abgewechselt. Relativ neu ist für uns das ‘Backtracking’, welches wir als Anti-Jagdtraining verwenden. Hier lege ich für Fynn ein kleines Apportel aus und lege ihm eine Fährte. Er muss dann auf ein Kommando die Fähre rückwärts verfolgen und so zum Apportel finden. Mit viel Lob und Spaß bringt er mir dieses Dummy oder stofftier zurück.

Zielobjektsuche – die ruhige Suche mit viel Hirn

Die Zielobektsuche oder ZOS ist für Fynn eine tolle Abwechslung zur aktiven und körperlich anstrengenden Suche beim Dummy oder den Rettungshunden. Hier muss er ganz ruhig und systematisch nach einem bestimmten Gegenstand suchen. Wir arbeiten mit zwei verschiedenen Objekten, einem Lederstück und einem Holzstück. Diese Gegenstände zu unterscheiden ist noch nicht Fynn’s Stärke, aber er zeigt super schönes Anzeigeverhalten. An der Objekt-Unterscheidung arbeiten wir gerade.

Tricktraining – gut als Auslastung, aber auch für Fotos ideal

Zwischendurch machen wir immer wieder ein paar Tricks. Fynn kann mittlerweile eine ziemliche Menge an Tricks und ständig werden es mehr. Sie motivieren Fynn und sich wie Zielobjektsuche perfekt für regnerische Tage. Meine Lieblingstricks sind ‘Diener’, ‘Schäm dich’ und ‘Kopf ablegen’. Diese Tricks eignen sich auch besonders gut für Fotoshootings.

In der Zukunft möchte ich dir einige Hundesportarten und Beschäftigungsmöglichkeiten auf meinem Blog vorstellen. Ich freue mich auf dich!

Vom Tierheim-Hund zum Rettungshund – Fynn’s Weg in ein neues Leben – Teil 2

Vom Tierheim-Hund zum Rettungshund – Fynn’s Weg in ein neues Leben – Teil 2

Nachdem Fynn richtig bei uns angekommen ist und ich bemerkt habe, dass uns gemeinsames Arbeiten besonders viel Spaß macht begab ich mich auf die Suche nach der richtigen Rettungshundestaffel für mich.

Vom Tierheim-Hund zum Rettungshund - Fynn’s Weg in ein neues Leben

Suchen nach einer Rettungshundestaffel

Durch meine Schwägerin kannte ich bereits die Rettungshunde Niederösterreich. Dort hatte ich ein Probetraining in einem Steinbruch. Das hat mich total umgehauen und ich war begeistert. So viele tolle Hund-Mensch-Teams. Am meisten faszinierte mich die Mantrailing-Ausbildung.

Allerdings wird super viel von den Teams abverlangt. Nicht nur Zeit (3 Mal die Woche Training) sondern auch eine sehr intime Zusammenarbeit zwischen Hund und Mensch. Der Hundeführer muss seinen Hund genau lesen lernen, damit er im Einsatz die Arbeit vom Hund bestens interpretieren kann.

Als Ersthundebesitzer ist leider die Absprungrate in der Ausbildung sehr hoch. Deshalb habe ich diesen Traum in meinem Kopf geparkt und mich eher auf die Flächenhunde Ausbildung konzentriert.

Zum Vergleich sah ich mir auch eine andere Rettungshunde-Organisation an: die Rettungshundebrigade Staffel Korneuburg. In dieser Organisation läuft die Ausbildung etwas anders ab. Nicht so frei, sondern mit gewissen Zwischenzielen, die für jeden Hund gleich sind. Natürlich wird jeder Hund trotzdem einzeln beurteilt und die Ausbildung perfekt an den Hund angepasst.

Bei meinem ersten Probetraining durfte ich viele Staffelmitglieder kennenlernen und bekam auch eine Hausaufgabe. Auch ein Informationsblatt mit den einzelnen Schritten in der Ausbildung bekam ich vorab. Am meisten Motivation habe ich, wenn ein Ziel verfolgt werden kann. Mit den vielen Zwischenprüfungen und dem klaren Ausbildungsleitfaden hat mich die Staffel überzeugt.

Die Ausbildung beginnt – ist nicht so einfach wie gedacht

Mit einer sehr lehrreichen Übung begann also meine Ausbildung. Gleich beim ersten Mal durfte Fynn mitarbeiten, wie als wäre er immer dabei gewesen. Seitdem bin ich jeden Mittwoch am Hundeplatz. Dort wird Unterordnung und die Rettungshunde-Geräte trainiert.

Gerade diese Geräte machen Fynn super viel Spaß. Unter den Geräten sind eine Wackelbrücke, eine Leiter, ein Tunnel und Tische. Bei den Tischen muss ich Fynn auf einen Tisch schicken und danach von der Distanz auf einen anderen. Dadurch üben wir die Hunde auf Entfernung in Richtungen zu schicken. Dies ist vor allem in der Flächensuche eine tolle Art seinen Hund zu unterstützen.

Mittlerweile macht mir der Hundeplatz Spaß und ich lerne jedes Mal dazu, aber die ersten Male war es sehr schwierig. Fynn musste lange nicht neben Hunden trainieren, da die Hundeschule geschlossen hatte. Er steigerte sich so sehr rein das es mir richtig peinlich wurde. Sein Gejammere hörte jeder am Hundeplatz. Konzentration war gleich Null.

Von konzentriertem Arbeiten waren wir weit entfernt. Ich konzentrierte mich darauf einfache Kommandos wie ‘Schau’, ‘Sitz’ oder ‘Platz’ abzurufen. Das war schon schwierig genug, allerdings wollte meine Trainerin dann auch Fußarbeit machen. Wow, da habe ich mich gefühlt wie in der ersten Stunde in der Hundeschule. Fynn hat nicht mitgespielt, ich hatte alle Hände voll zu tun und von meiner Trainerin kamen viele Verbesserungen.

Nach den ersten 3-4 Malen am Hundeplatz erinnerte sich Fynn an seine vorherige Erziehung und begann mit mir zu arbeiten. Nach und nach steigerte er sich immer mehr in die Unterordnung und wir arbeiteten besser zusammen. Nach einigen Trainings-Fortschritten waren wir bereit für unsere erste Prüfung.

Die Prüfungen beginnen – ich bin immer nervös

Die BH-VT war unsere erste Prüfung, welche ich im Verein ablegen konnte. Und was soll ich euch sagen? Ich glaube, bei meiner Matura war ich nicht so aufgeregt und nervös. Tage vorher fing ich an meinen Freund zu nerven und Fynn zu seiner Höchstleistung zu treiben. Jeden Abend wurde mit einem Teil seines Futters trainiert.

Unsere erste Prüfung – ein voller Erfolg

Am Tag der Prüfung stand ich früh auf und machte eine kurze Trainingseinheit mit Fynn. Ich suchte alles zusammen und fuhr mit meinem Freund zum Hundeplatz. Dort angekommen viel mir auf, dass meine Leckerlis leider zu Hause blieben. Zum Glück war eine Kollegin bei derselben Prüfung und ich konnte mir ein paar Frankfurter-Stückchen von ihr ausborgen.

Am Platz angekommen lief alles wie am Schnürchen. Fynn war aufmerksam und machte alle Übungen ohne Probleme. ‘Fuß’ ging super, Ablegen war kein Problem und die Gruppe brachte Fynn auch nicht aus der Ruhe. Ich habe keine Ahnung, warum es sich nicht durch mich aus der Ruhe bringen ließ. So aufgeregt, wie ich war, hätte ich es ihm nicht verübelt.

Auch unter großen Ablenkungen, wie dem simulierten Verkehr und Radfahrern blieb Fynn brav bei mir. Dies habe ich nicht anders von ihm erwartet, da wir zu diesem Zeitpunkt täglich über den Stephansplatz zur Arbeit gingen. Dadurch war er alles gewöhnt und er hatte fast Spaß daran.

Der Richter verkündete nach dem Verkehrsteil sein Urteil und die Punkte. Ganz stolz fotografierte mein Freund uns mit klassen 96 Punkten.

IPO BGH1 – sind wir ein Team?

Ein paar Monate und viel Training später meldete ich uns zur nächsten Prüfung an. Das war unsere erste BGH1. Eine Stufe schwerer und mit mehr Feinheiten, welche bewertet werden. Um diesen Start in den Hundesport zu dokumentieren lud ich eine Freundin zum fotografieren ein.

Was soll ich sagen? Diese Prüfung lief etwas anders als unsere erste. Fynn war super nervös, genauso wie ich. Wahrscheinlich hat sich meine Nervosität auf ihn übertragen. Naja, dieses tolle Verhalten prägte die gesamte Prüfung. Erschwerend kam auch dazu das wir zu dritt eine Prüfung gingen. Das heißt es ist immer ein Prüfungsteilnehmer außerhalb vom Platz.

Das brachte Fynn und mich etwas aus dem Konzept. Zur Anmeldung mussten wir den Platz betreten und Fynn war bereit. Das Problem war nur das wir als erstes draußen warten mussten und ich glaube Fynn wurde dann einfach heiß. Er hatte keine Lust mehr.

Wieder im Platz war Fynn unaufmerksam und ich angepisst. Eine tolle Kombination, kann ich euch sagen. An der Leine ist Fynn zweimal abgebogen und wollte Schmetterlinge inspizieren. Beim Fuß gehen bog er ab und wollte sich nicht hinsetzen. Das Schlimmste lag jedoch noch vor mir.

Beim Ablegen hatten wir beide einen Totalausfall. Nachdem ich mich von Fynn weg bewegte und ihm den Rücken zudrehte, bewegte sich Fynn anscheinend. Genau weiß ich es nicht, da ich mit dem Rücken zu ihm stand. Nach einiger Zeit bemerkte ich nur die Gesichter von den Zuschauern. Genau da wusste ich, dass etwas nicht passt und drehte mich um.

Ich sah das Fynn aufgestanden war und bei dem Platz der Hündinnen den Boden ableckte. Mit einem Zusatzkommando legte er sich wieder hin, aber einen saftigen Punktabzug gab es trotzdem. Nach dieser Aktion dachte ich nur: Das war es, wir haben sicher die Prüfung nicht bestanden.

Lange Rede kurzer Sinn, die Traum-Prüfung war es nicht, aber wir haben bestanden. 88 Punkte bekamen wir für unsere Leistung. Hm, begeistert war ich nicht. Aber die nächste Prüfung wird sicher besser.

Kein gerader Weg – wie funktioniert mein Hund eigentlich?

Nach diesem Turnier wusste ich nicht genau was schief lief und wie ich im Training daran arbeiten kann. Ich bin zu dem Entschluss gekommen das viele Faktoren zu diesem Ergebnis beitrugen. Bei dem nächsten Turnier werde ich vor allem die Temperatur und mein Gemüt berücksichtigen. Ich war zu aufgeregt und es war viel zu heiß für Höchstleistungen.

Auch das Ablegen üben wir im Training jetzt vermehrt, obwohl ich dachte das genau diese Übung überhaupt kein Problem für uns ist. Wir üben ganz gezielt das Abliegen alleine, neben Rüden und neben Hündinnen. Auch den Fokus soll Fynn länger auf mich halten können. Damit er nicht zum Schnüffeln anfängt, sondern mich die ganze Zeit beobachtet.

Training abseit von der Rettungshundestaffel

Natürlich trainieren wir nicht nur am Hundeplatz, sondern auch im Alltag. Bei uns zu Hause übe ich primär das Verbellen. Fynn wird als verbellender Flächenhund ausgebildet. Das heißt, wenn er ein Opfer gefunden hat, bleibt er beim Opfer und bellt dort so lange bis ich bei ihm bin. Bei dieser Aufgabe ist es sehr wichtig, dass Fynn das Verbellen mag, es ihm Spaß macht und er viele Erfolgserlebnisse hat. Auch möglichst in verschiedenen Situationen und Orten soll Fynn verlässlich Bellen.

Dummytraining & Suchspiele – bei jedem Spaziergang

Auch bei jedem Spaziergang baue ich einzelne Trainingselemente ein. Kurze Unterordnungsübungen werden mit Apportiertraining abgewechselt. Nachdem wir lange für einen tolle Apport gebraucht haben, sitzt er nun nahezu perfekt. Um den Apport für Fynn interessant zu gestalten mache ich jedes Mal andere Übungen.

Manchmal verstecke ich kleine Dummies in Bäumen oder hohem Gras. Oder ich werfe drei Dummies in unterschiedliche Richtungen und Fynn muss sie mir nacheinander holen. Diese Übung hilft mir auch in der Rettungshundearbeit, weil Fynn lernt sich an meinem Sichtzeichen zu orientieren und sich in die gewünschte Richtung schicken zu lassen.

Unterordnung & Tricktraining – passt das zusammen?

Die von Fynn geliebten Tricks dürfen natürlich auch im Training nicht fehlen. Wenn ich in der Unterordnung merke, dass Fynn unaufmerksam wird helfen oft ein paar schnelle Trickübungen. Diese Tricks motivieren ihn und bieten etwas Abwechslung zur starren Unterordnung. Im Training am Platz oder beim Spaziergang sind ein paar meiner Lieblingsübungen ‘Dreh dich’, im Achter durch die Beine, Slalom durch die Beine und Rückwärtslaufen.

Auch als Aufwärmübungen eignen sich diese Tricks sehr gut. Aber auch anspruchsvollere Übungen wie ‘Männchen’, ‘Diener’ und auf den Hinterbeinen balancieren machen Fynn Spaß. Nach ein paar Tricks ist er wieder wach und freut sich so richtig.

Wie unsere erste Prüfung verlaufen ist und wie unser Weg gemeinsam weiter geht erfährst du im nächsten Beitrag.

Vom Tierheim-Hund zum Rettungshund – Fynn’s Weg in ein neues Leben – Teil 1

Vom Tierheim-Hund zum Rettungshund – Fynn’s Weg in ein neues Leben – Teil 1

Vom Tierheim-Hund zum Rettungshund - Fynn’s Weg in ein neues Leben

Über Maggy & Fynn

Hi, wir sind Fynn & Maggy und entführen euch heute in unsere Welt. Davor kurz ein paar Infos zu uns.

Fynn ist im Dezember 2019 geboren und kam im April 2020 zu uns. Die ersten Wochen war ich mit ihm im HomeOffice und konnte ihm viel Zeit geben sich einzuleben. Am Anfang war es schwierig. Ich als Ersthundebesitzerin hatte keine Ahnung, was auf mich zukommt.

Natürlich habe ich vorher recherchiert und möglichst realistische Erwartungen gehabt, aber die eigene Erfahrungen sind doch etwas anderes. Ich möchte mit diesem Blogbeitrag einen wirklichkeitsnahen Bericht liefern, damit niemand unüberlegt eine Hundeadoption macht und im Nachhinein überfordert ist.

Zusätzlich ist mir ein großes Anliegen zu zeigen was alles mit einem Hund aus dem Tierheim oder Tierschutz möglich ist. Denn im Tierheim schlummern viele Rohdiamanten, welche nur darauf warten eine tolle Aufgabe und Familie zu bekommen.

Mittlerweile sind Fynn und ich, durch viel Training und harte Arbeit, zu einem guten Team geworden. Ich möchte ihn keinen Tag missen und freue mich immer wenn seine nasse Schnatze mich in der Früh anstupst.

Lerne uns besser kennen und lass dich inspirieren von unserem Weg.

Die Entscheidung – warum ein Hund aus dem Tierschutz?

Selbst in den ersten Tagen unserer Beziehung sagte ich meinem Freund immer wieder: Ich möchte so schnell wie möglich einen Hund. Mein Partner, der ewige Realist, antwortete immer gleich: Jetzt noch nicht.

Dann kam die Pandemie und wir waren plötzlich beide im HomeOffice. An einem schönen Abend sagte mein Freund unerwartet: Ich bin bereit für einen Hund, jetzt ist die richtige Zeit. Ich konnte es gar nicht glauben und war einfach nur baff. Nach einigen Atemzügen hatte ich mich wieder gefasst und wir begonnen zu suchen.

Es war klar, dass wir in der kurzen Zeit keinen Welpen zu uns holen konnten, da ich mir einen Züchter genau ansehen möchte. Deshalb fiel die Wahl sehr schnell auf einen Hund aus dem Tierschutz. Mehrere Organisationen sahen wir uns an und ein Hund ging uns beiden nicht mehr aus dem Kopf.

Samson hieß der kleine Mann. 4 Monate jung und aus Griechenland. Nach einem kurzen Telefonat mit der Organisation kam die ernüchternde Nachricht: Samson hat schon 12 Reservierungen und Leute auf der Warteliste. Da standen unsere Chancen sehr schlecht.

Ich war am Boden zerstört, da ich bereits unsere gemeinsame Zukunft sah. Mein Freund behielt zum Glück einen etwas kühleren Kopf. In meiner Abwesenheit schaute er weiter nach anderen Organisationen. Bei seiner Suche wurde er fündig.

Die Wahl fällt auf Fynn – dem Angsthunde aus dem Tierschutz

Bei dog.net haben wir einige Welpen und Junghunde gesehen, die uns vom Aussehen und der Beschreibung gut gefallen haben. Besonders Interessant fand ich ‘Kollos’ einen 14 Wochen alten Mischlings-Welpen, pechschwarz mit einem kleinen weißen Fleck auf der Brust und einzigartigen Ohren.

Ich war wieder verliebt und dieses Mal hoffte ich nicht wieder enttäuscht zu werden. Der Anruf mit der Organisation war aufschlussreich und hat unsere Entscheidung nochmals bestätigt. ‘Kollos’ wurde uns als etwas zurückhaltender und ängstlich beschrieben. 

Da ich wusste, dass mein Hund mit ins Büro darf fand ich einen zurückhaltenden Hund perfekt. Mein Gedanke dahinter war folgender: Wenn der Hund zurückhaltend ist muss ich mich vielleicht nicht mit Problemen wie Hochspringen herumschlagen. Was wirklich auf mich zukam wusste ich zu diesem Zeitpunkt nicht.

Da wir keine Möglichkeit hatten ‘Kollos’ vor der Adoption nicht persönlich kennenlernen konnten, handelte ich eine “Probezeit” aus. Wir hatten zwei Wochen Zeit unsere endgültige Entscheidung zu treffen und einiges mit ihm auszuprobieren.

Der Transport wurde geplant – von Ungarn nach Österreich

Nachdem wir eine Anzahlung überwiesen hatten wurde der Transport festgesetzt. Die Abholung war bereits eineinhalb Wochen später. Die nächsten Tage verbrachten wir damit unsere Wohnung auf einen Welpen vorzubereiten und vieles einzukaufen.

Dann war es soweit. Nach einem langen Arbeitstag fuhren wir nach Wiener Neustadt und haben aus einem Kofferraum einen zitternden Welpen übernommen. Das klingt erstmal komisch, aber wir informierten uns im Vorfeld welche Papiere für eine seriöse Übergabe notwendig sind.

Nachdem der erforderliche Papierkram erledigt war fuhren wir nach Hause. Ich strahle über beide Ohren und konnte mein Glück kaum fassen. Zuhause gingen wir kurz in unseren Hof und dann in die Wohnung. Dort entschieden wir uns ‘Kollos’ auf Fynn um zu taufen.

Die ersten Tage – Voller Angst und Unsicherheit

Anders als viele Hunde brauchten wir kein Boxtraining, denn Fynn zog sich sofort in die Box zurück. Für uns war das größere Problem Fynn aus der Box zu locken. Nur die Spitze der Schnauze schaute manchmal aus der Box. So konnte es aber nicht bleiben, da Fynn auch oft auf Klo musste.

Ich muss ehrlich gestehen, dass wir ihn ein paar Mal aus der Box ziehen mussten. Mit Leckerlis war nix zu machen. Durch den hohen Stress nahm Fynn kein einiges Leckerchen. Egal ob es Trockenfutter oder Würstel waren. Deshalb mussten wir ihn leider mit einer Leine zum Gassi gehen und Pipi machen motivieren.

Konventionelles Gassi gehen war nicht möglich

Nachdem wir ihn aus der Box hatten packten wir ihn und trugen ihn über die Stiegen. Die ersten Wochen hat er sich dagegen richtig gewehrt, aber auch da musste er durch. Wegen seinen jungen Gelenken und seiner Angst könnte er keine Stiegen steigen.

Im Hof angekommen bewegten wir uns die ersten Wochen nicht viel. Die meiste Zeit verbrachten wir in einem ruhigen Teil vom Hof und ließen ihn die Welt selbst entdecken. Wie man mit uns Spiele kann und Spaß haben kann, wusste Fynn auch nicht.

Das heißt wir verbrachten einige Stunden auf ca. 10 Quadratmetern. Das hat Fynn gereicht, denn er war nichts gewöhnt und selbst ein liegendes Blatt hat bei ihm Stress ausgelöst. Sobald wir merkten, dass Fynn von sich aus mehr erkundet, begannen wir mit “Gassi Runden”.

Die ersten Spaziergänge fingen im Hof an. Dann ging es eine Runde um den Block und wieder zurück in den Hof. Die ersten Wochen löste sich Fynn nur auf einem kleinen Fleck, deshalb besuchten wir dieses ORt nach jeder Runde.

So wurden unsere Spaziergänge langsam immer länger. Zuerst nur im Hof, dann um einen Häuserblock, später um zwei oder drei. Unsere erste richtige Runde gingen wir nach ca. 2 Wochen. Da brauchten wir für 1,5 Kilometer eine Stunde. Alles war interessant aber auch super gefährlich.

Am Anfang ließen wir Fynn die Geschwindigkeit bestimmen. Hin und wieder überredeten wir ihn auch weiter zu gehen, da er auch über seine Angst hinauswachsen musste. Die Mischung aus Zeit lassen und Überreden hat bei uns perfekt gepasst.

Wird Fynn irgendwann Stubenrein?

Obwohl Fynn draußen Pipi machte, ging in der Wohnung fast jeden Tag etwas schief. Wir beobachteten ihn ganz genau. Aber Fynn fühlte die 10 Sekunden wo keiner ein Auge auf ihn hatte. Schnell suchte er den einzigen Toten Winkel im Raum auf und pinkelte los.

Wie jeder sagt trugen wir ihn schnell hinaus und freuten uns wenn er draußen ein Lackerl machte. In der Wohnung haben wir das Lackerl immer mit einem Reiniger weg gemacht. Trotz unserer Bemühungen ging immer etwas schief.

Nach zwei Wochen Kopfzerbrechen kamen wir auf die Idee und Timer zu stellen und immer mit dem Timer rauszugehen. Am Anfang war unser Intervall 1,5 Stunden. Nach ein paar Tagen verlängerten wir die Zeit immer um 15 Minuten.

So passierten nur noch Hoppalas, wenn wir nicht auf die Timer achteten. Das war dann aber alleine unsere Schuld. Leicht war es nicht, denn alle 2 Stunden die Arbeit zu unterbrechen ist aufwendig. Wir wussten jedoch im Vorfeld das es zu so einer Situation kommen kann und waren zumindest ein bisschen darauf vorbereitet.

Nach ca. 2 Monaten konnte Fynn ein paar Stunden durchhalten und darauf waren wir sehr stolz.

Training beginnt – zuerst nur zuhause, dann auch unterwegs

Da wir Fynn am Anfang der Pandemie bekommen haben waren leider Hundeschulen nicht geöffnet. Die ersten Wochen trainierten wir deshalb in Eigenregie. Ich informierte mich im Internet und Büchern über verschiedene Trainings-Methoden, Trainingsaufbau und Übungen für den Anfang.

Für klassische Kommandos wie ‘Sitz’ und ‘Platz’ sind unmengen an Videos und Anleitungen vorhanden. Das war nie ein Problem. Ich schnappte mit eine Packung Schinken. Fynn war gleich motiviert und probierte sofort wie er daran kommt.

Nach ein paar Wiederholungen wusste Fynn was ich von ihm möchte. Überrascht waren mein Freund und ich, wie schnell unser Vierbeiner lernt. Herkommen, ‘Schau’, Deckentraining und Maulkorb tragen standen ab der zweiten Woche an der Tagesordnung. 

Das Training verbesserte auch die Beziehung zwischen Fynn und uns. Langsam verstand er das wir gemeinsam interessantes erleben und Spaß haben können.

Unsere größten Probleme hatten wir jedoch im Alltag. Wir wohnten in einer Wohnung im 2. Stock und mussten unseren Liebling jedes Mal über die Treppen tragen. In meinen Armen bewegte sich Fynn so sehr. Er hasste es von mir getragen zu werden. Bei meinem Freund war es kein Problem.

Erstes Mal Hundeschule – können wir schon alles?

Dann kam die Hundeschule und die Trainerin fragte uns was Fynn alles schon kennt. Gefestigt war natürlich noch nix richtig, aber das war mir zu dem Zeitpunkt nicht klar. Mit voller Überzeugung sagte ich:

  • Sitz
  • Platz
  • Fuß
  • Schau
  • Hier mit Wort & Pfeife
  • Decke
  • Such

Die Trainerin war erstaunt und beobachtete uns genau. Nachdem sie sich versicherte, dass wir diese Kommandos auf einem altersatequatem Level ausführen konnten fragte sie uns. warum wir in der Hundeschule sind.

Wir sagten ihr das zwei Probleme uns momentan den Alltag schwer machen: Tragen über die Treppe und andere Hunde. Anscheinend machte Fynn in seinen ersten Monaten keine guten Erfahrungen mit anderen Hunden. Die machten ihm einfach nur Angst.

Sobald ein anderer Wuffi auf Fynn zukommt versuchte er wegzulaufen oder sich irgendwo zu verstecken. Mit Bedacht wählte unsere Trainerin andere Hunde um zu ‘testen’ wie sich Fynn beim Spielen verhält. Naja, es kam wie wir alle erwarteten die anderen Junghunde stürmten auf Fynn zu und er machte kehrt und versteckte sich unterm Tisch.

Dort fing er an sich zu verteidigen. Zwischen Schnappbewegungen zitterte Fynn am ganzen Körper. Er war total überfordert. Die Trainerin ging sofort hin und fing an uns zu zeigen wie wir damit umgehen können.

Unser bestes Learning aus dieser Stunde: Wir müssen unseren Hund verteidigen und ihm die Zeit verschaffen die er benötigt um sich in der neuen Situation zurecht zu finden.

Suchspiele und Mantrailing – Nasenarbeit macht Fynn Spaß

So ging unsere “Hunde-Ausbildung” los. Wir vertieften immer weiter die klassischen Kommandos. An den Alltagsproblemen und bekamen von unserer Trainerin immer wieder tolle Tipps. Sie ist ein richtiger Glücksgriff und bis heute habe ich keine bessere Trainerin für die Grundausbildung kennengelernt.

Neben der klassischen Ausbildung habe ich schnell festgestellt das Fynn gerne seine Nase einsetzt. Das wollte ich fördern und begann mit Suchspielen. Mein Liebling suchte für mich Spielzeuge, Gerüche in Filmdosen und Menschen.

Die Menschensuche fingen wir bei zwei Trainerinnen in Wien an. Das machte super viel Spaß, aber nach einigen Stunden bemerkte ich, dass eine intensivere Ausbildung auch spannend wäre.

Deshalb suchte ich eine Rettungshunde-Organisation um Fynn als Rettungshund ausbilden zu lassen.

Mehr dazu im nächsten Beitrag.

3 Ideen für Aufmerksamkeit bei deinem Pferdefotoshooting

3 Ideen für Aufmerksamkeit bei deinem Pferdefotoshooting

Jeder kennt Traum-Pferdefotos: Das Pferd steht perfekt, blickt in die Kamera und die Ohren sind auf den Fotoapparat gerichtet. Wieviel Arbeit hinter diesen Fotos steckt, ist dem Betrachter oft nicht bekannt.

Im heutigen Beitrag erfährst du einfache Mittel, mit denen du die Aufmerksamkeit deines Pferdes auf dich lenken kannst, damit deine Fotos mehr Ausdruck bekommen.

Gesicht und Ohren lenken für ausdrucksstarke Fotos

Viele Pferdebesitzer kennen dieses Problem: Sie wollen schöne Fotos machen und das Pferd will einfach nicht dort hinschauen, wo man möchte. Oft benötigt der Pferdebesitzer nur ein paar kleine Ideen für bessere Aufmerksamkeit. Du kannst mit diesen einfachen Mitteln deine Fotos auf ein neues Niveau bringen.

Nicht immer Blick in die Kamera

Nicht jedes Foto muss mit perfekt nach vorne gerichteten Ohren sein. Manche Momente sind so perfekt und spontan, dass ein eingefangenes Gefühl wichtiger ist als alles Andere. Diese Fotos sind auch ohne Blick in die Kamera perfekt und zählen oft sogar zu meinen Lieblingsfotos von einem Fotoshooting. So etwas kann nicht geübt oder nachgestellt werden. Zu diesen Momenten zählen innige Umarmungen, eine zarte Berührung oder ein Bussi vom Pferd.

Dennoch gilt: bei Portraitfotos für Pferde sind ein gerichteter Blick und gespitzte Ohren gewünscht, denn diese Bilder wirken, als ob das Pferd in die Kamera schauen würde.

1. Die Klassiker für bessere Fotos

Diese Klassiker kennt jeder, dennoch möchte ich sie dir hier auflisten. Vielleicht kann ich dir einen neuen Denkanstoß für dein Fotoshooting liefern.

Leckerlis für mehr Motivation

Ich habe selten ein Pferd gesehen, das nicht ein bisschen auf ein Leckerli reagiert hätte. Oft lassen sich die Pferde besser positionieren, wenn du ihnen ein Leckerli vor die Nase hältst. Plötzlich kannst du die Beine von deinem Pferd ganz genau hinstellen und wenn du zwei Schritte zurücktrittst, kann ich ein Foto von deinem Pferd machen.

Zwischendurch belohne dein Pferd mit den Leckerlis, damit es weiter motiviert ist und brav stehenbleibt. So ist deinem Vierbeiner immer klar, dass er seinen Job gut macht.

Eine Karotte oder ein Apfel

Dein Pferd isst sicher gerne Äpfel. Nimm dir einige Scheiben mit. Diese Apfelscheiben kannst du hinter die Kamera halten und mit hoher Wahrscheinlichkeit wird dein Pferd hinschauen. Nach ein paar Fotos darf dein Pferd natürlich die Apfelspalte essen.

Eine Karotte kann ebenso große Wunder wirken. Bei einem Fotoshooting hatte ich ein Pferd vor der Linse, das perfekt mit einer Karotte gelenkt werden konnte. Wir haben das Pferd zentimetergenau bewegt und es hat immer zur Karotte geschaut. So sind ausdrucksstarke Fotos nur mit einer Karotte entstanden.

Der Schlüssel

Mit leichtem Geraschel können die Ohren von deinem Pferd nach vorne gerichtet werden. Öfters drehen die Pferde ihren Kopf oder den ganzen Körper in die Richtung. So können die Blicke gelenkt werden.

Da diese Aufmerksamkeits-Techniken oft schnell unwirksam werden, ist es wichtig mehrere Möglichkeiten zu wissen, wie du den Fokus von deinem Pferd lenken kannst. Manchmal funktioniert ein Mittel gar nicht, da muss der Fotograf schnell umdenken und weitere Tools parat haben um tolle Bilder zu erzeugen.

2. Trick 17 für den ultimativen Fokus

Wenn die ersten drei Tricks nicht funktioniert haben, versuche es doch mit einem von diesen dreien. Sie sind nicht für alle Pferde ideal. Deshalb empfehle ich vorher in einem sicheren Bereich auszuprobieren, wie dein Pferd darauf reagiert.

Die etwas besonderen Helfer:

  • ein Plastiksackerl
  • ein Spiegel
  • ein Quietsch-Spielzeug

Das Plastiksackerl

Wenn dein Pferd Plastikplanen oder Plastiksackerln aus dem Schrecktraining kennt, könnte dieses Geräusch auch die Aufmerksamkeit von deinem Pferd lenken. Du kannst das Sackerl zusammenknüllen, im Wind wehen lassen oder sachte damit herumwedeln.

Am Anfang setze ich das Plastiksackerl nur ganz dezent ein, damit sich dieses Geräusch nicht zu schnell abnutzt und dann nicht mehr die gewünschte Wirkung zeigt.

WICHTIG: Kein Pferd soll vor Angst durchgehen! Das heißt, wenn dein Pferd sehr sensibel ist und mit Angst auf Plastik reagiert, solltest du diesen Trick nicht anwenden.

Der Spiegel

Viele richtig ausdrucksstarke Fotos sind mit Spiegeln entstanden. Besonders bei Hengsten kann der Spiegel eine richtige Faszination auslösen. Ich weiß nicht den genauen Grund, allerdings kann ich mir gut vorstellen, dass dein Pferd glauben könnte ein “Rivale” wäre in der Nähe. Deshalb plustert sich dein Vierbeiner auf, wird groß und wirkt imposant. 

Dieses Phänomen kannst du ausnutzen und einfach hinter die Kamera oder dorthin, wo das Pferd hinschauen soll, einen größeren Spiegel halten. Dein Pferd muss sich selbst sehen können, deshalb muss der Spiegel auch ein bisschen größer sein.

Quietsch-Spielzeug kann die Aufmerksamkeit auf sich ziehen

Diesen Trick verwende ich hauptsächlich für Hunde, aber bei Pferden kann das altbekannte Quietschie genauso Wunder wirken. Es macht einfach ein ungewöhnliches Geräusch auf welches dein Pferd reagieren wird.

Beachte dabei dein Pferd nicht zu erschrecken. Du kennst dein Pferd am besten und manche reagieren auf unbekannte Geräusche mit Angst und Panik. Wegen der Verletzungsgefahr empfehle ich diesen und auch andere Tricks vorher im Freilauf zu probieren. So kannst du testen, wie dein Pferd reagiert.

3. Nicht alleine mit deinem Pferd sein. Bring einen Helfer für dein Fotoshooting mit!

Wer könnte dir behilflich sein?

Am liebsten sind mir Helfer ohne Berührungsängste. Eine Reiter-Freundin oder dein Partner könnte dir bei den Fotos helfen. Dabei ist nicht nur das Tragen von zusätzlichen Outfits eine wichtige Hilfe, sondern auch das Versorgen vom Pferd, wenn es nötig ist.

Wie kann dir ein Helfer das Fotoshooting erleichtern?

Im besten Fall kennt sich der Helfer mit Pferden aus und hilft dabei das Pferd einzurichten, die Aufmerksamkeit zu lenken und hilft der fotografierten Person dabei sich nur auf die Fotos zu konzentrieren.

Bei Freilauf-Fotos ist es hilfreich, wenn zwei Leute das Pferd über die Weide lenken. Wenn nur eine Person vorhanden ist, steht das Pferd nach der ersten Runde in einer Ecke und wartet darauf wieder losgeschickt zu werden. Dadurch dauert es natürlich länger bis dein Traumfoto entsteht.

Bonus: Nicht übertreiben!

Die Mischung macht’s. Wenn dein geliebter Vierbeiner mehr Motivation benötigt, werden Leckerlis benötigt. Auch eine kurze Pause um dein Pferd grasen zu lassen, fördert die Konzentration.

Außerdem sollten wir dein Pferdchen auf keinen Fall überfordern. Das heißt: Gib mir bitte Bescheid, sobald sich dein Pferd mehr nicht normal verhält oder grantig wird. Wir versuchen selbstverständlich möglichst viele Pausen einzubauen und viel Spaß beim Fotoshooting zu haben, aber manchmal hat dein Pferd einen schlechten Tag. Dies müssen wir respektieren und falls gar keine schönen Fotos entstehen, machen wir einen Ersatztermin aus.

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3 Ideen für Aufmerksamkeit bei deinem Hundefotoshooting

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Ohren und Augen nach vorne bei den Fotos

Nicht nur du musst in die Kamera schauen. Der Blick und die Aufmerksamkeit deines Hundes sollten auf die Kamera gerichtet sein. Das kann mit Leckerlis, einem Spiegel oder einem Spielzeug erreicht werden. Diese Möglichkeiten sind bekannt, aber es gibt noch viel mehr.

Nicht immer Blick in die Kamera

Deine Fotos werden nicht automatisch perfekt und emotional wenn dein Hund immer in die Kamera schaut. Manchmal sagt ein inniger Blickkontakt mehr als tausend Worte. Ich bemühe mich bei meinen Fotoshootings diesen besonderen Moment auf deinen Fotos einzufangen. Allerdings werden auch Bilder mit direktem Blick in die Kamera in deiner Auswahl vorkommen. Die Mischung macht den perfekten Mix.

1. Die Klassiker für optimale Fotos

Jeder kennt sie und das aus gutem Grund. Fast alle Hundebesitzer haben beim Spaziergang Leckerlis oder ein Spielzeug mit. Da wir Kommados oder Kunststück von deinem Hund bei Fotoshooting fordern, sind tolle Belohnungen besonders wichtig.

Die Klassiker

  • Leckerlis
    • besonders gute, wie Käse oder Wurst
    • zum Abwechseln Trockenfutter
  • Spielzeuge
    • Zerr-Spielzeug
    • Quietsch-Spielzeug
  • eventuell ein Objekt zum Apportieren (schwimmfähig & nicht schwimmfähig), wenn das deinem Hund viel Spaß macht

Leckerlis für Tricks

Muss dein Hund Tricks für euer Fotoshooting können? Nein, muss er nicht. “Sitz” und “Platz” genügen vollkommen. Warum sind Leckerlis so wichtig für ein Fotoshooting? Weil sie den Hund motivieren und du damit das Beste aus dem Fotoshooting heraus holen kannst.

Zerr-Spielzeug als Belohnung und für den perfekten Fokus

Das Lieblingsspielzeug ist eine wahre Wunderwaffe: damit kannst du rumfuchteln um die Augen von deinem Hund zu lenken oder ihn nach einer Weile “Sitz” richtig toll zu belohnen. Da sich niemand zwei Stunden durchgehend konzentrieren kann, sind mir Pausen zwischen den einzelnen Sets sehr wichtig. Dein Hund darf zwischendurch schnüffeln und spielen. Auch dies fördert die Konzentration, wenn wir sie benötigen.

Quietsch-Spielzeug kann die Ohren nach vorne richten

Ich habe bei jedem Fotoshooting ein Quietsch-Spielzeug mit. Nicht, dass der Hund damit spielen kann, sondern um die Aufmerksamkeit direkt auf die Kamera zu richten. Manchmal hilft es auch etwas weiter weg von dem Fotoapparat ein Geräusch zu machen, so kann der Blick von deinem Vierbeiner gelenkt werden.

2. Trick 17 für den ultimativen Fokus

Die etwas besonderen Helfer:

  • ein Plastiksackerl
  • ein Spiegel
  • ein Schlüssel

Das Plastiksackerl

Ein einfaches Sackerl aus Plastik kann soviel bewirken. Deshalb ist es immer in meinem Fotoshooting-Repertoire. Die Plastiktüte kann zusammengeknüllt werden oder an einer Leine auf dem Boden herumgezogen werden. Ich verspreche dir: da springen die Ohren sofort nach vorne und dein Hund schaut ganz gebannt, was mit diesem interessanten Ding passiert.

Der Spiegel

Ein Spiegel wirkt im ersten Moment eventuell komisch oder fehl am Platz. Allerdings jeder, der schon einen Hund in einen Spiegel starren gesehen hat, weiß: Es wirkt! Ich packe den Spiegel gerne aus, wenn wir besonders ausdrucksstarke Portraitbilder von deinm vierbeinigen Liebling machen wollen. Dein Hund wird aufmerksam in den Spiegel schauen und auch den Spiegel mit seinen Augen verfolgen. Genau diese Blicke halte ich fest.

Der Schlüssel

Jeder trägt einen Schlüsselbund mit sich herum. Warum diese Schlüssel nicht auch für Fotos nutzen? Durch Schütteln klingelt der Schlüssel. Dies ist ein ungewöhnliches Geräusch für deinen Hund. Manchmal kann der Helfer den Schlüssel auch hinter dem Körper oder hinter der Kamera schütteln, dadurch sucht der Hund nach dem Geräusch.

3. Nicht alleine mit deinem Hund sein. Bring einen Helfer für dein Fotoshooting mit!

Wer könnte dir behilflich sein?

Hast du einen Partner oder eine Freundin? Oder gibt es Mitglieder in deiner Hundeschule, die euch unterstützen könnten? Eventuell findest du einige Hundefreunde, die sogar mit dir ein Sammelfotoshooting buchen möchten. So könnt ihr euch gegenseitig bei euren Einzelfotoshootings helfen.

Wie kann dir ein Helfer das Fotoshooting erleichtern?

Dein Begleiter kann sich nicht nur zum Affen machen und hinter der Kamera herumhampeln, er kann auch mit dem Spielzeug oder einem Leckerli hinter der Kamera stehen.

Dadurch ist es mir möglich mich auf das Wesentliche konzentrieren: wunderbare Fotos zu machen. Oft muss ich Fotograf und Helfer in einer Person sein. So ist meine Konzentration natürlich geteilt und dies ist nicht gut für deine Fotos. Deshalb gilt: organisiere dir einen Helfer, um das meiste aus deinem Fotoshooting herauszuholen.

Bonus: Nicht übertreiben!

Die Mischung macht’s. Wenn dein dein Vierbeiner mehr Motivation benötigt, werden Leckerlis oder ein Spielzeug ausgepackt. Nach einer kurzen Spiel-Pause oder einigen Übungen können sich alle wieder besser konzentrieren.

Außerdem sollten wir deinen Hund auf keinen Fall überfordern. Das heißt: Gib mir bitte Bescheid, sobald dein Hund sich nicht normal verhält oder zu aufgedreht ist. Wenn es deinem Hund zu viel wird, machen wir eine Pause. Während dein Hund schnüffelt oder einfach frei herumläuft, können wir die bereits entstandenen Fotos ansehen und besprechen wie dein Fotoshooting weitergehen soll.

Noch Fragen?

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